9 .
Zum Lohne sie verheißend dem von Jenem,
Der an dem großen Tage dieser SchlachtIm Feld erlegt die meisten SaraeenenUnd durch die beste That verdient sich macht.
Doch der Erfolg war wider Wunsch und Wähnen,Denn fliehen mußte der Getaufte» Macht.
Dem Feinde glückt's, den Herzog selbst zu fassen,Nebst vielem Volk; so blieb das Zelt verlassen,
10 .
Wo sich das Fräulein fand in gleicher Lage;
Und sie, die man bestimmt zum Siegeölohn,
Bestieg ein Roß, noch vor dem harten Schlage,Und als es Noth that, war sie rasch entstehn;Wohl ahnend, wie das Glück an diesem TageDem Christenglauben Unheil würde dröhn.
Sie floh in's Holz, und auf den engen WegenKam ihr zu Fuß ein Rittcrsmann entgegen.
II.
Den Helm auf seinem Haupt, das Schwerdt zurAm Leib den Panzer nnd den Schild zur Hand,Lief er doch leichter durch des Waldes Weiten,
Als nach dem Ziel halbnackt der Bauer rannt.
Nie hat die Hirtinn, die im Grase gleitenDie Schlange sieht, so schnell den Fuß gewandt,Wie jetzt Angelica den Zügel wandte,
Da sie den Ritter dort zu Fuß erkannte.