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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
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Erster Gesang.

6 .

Damit ihr Th«n, so thöricht und verwegen,Bereuten Fürst Marsil und Agramant,

Der, daß er so viel Volk, als Lanz' und DegenHandhaben kann, Hertrieb von Libyens Strand;Der, daß er wagte Spanien anfznregen,

Zu überzieh» das schöne Frankenland»

Und so kam Roland zu gelegnen Stunden;

Doch reut's ihn bald, daß er sich eingefunden.

7 .

Denn leider mußt' er seine Schöne missen;So falsch ist oftmals nnsers Urtheils Gang!Die er, umringt von tausend Hindernissen,Beschützt vom Aufgang bis zum Niedergang,Wird mitten unter Freunden ihm entrissen,

In seiner Heimat, ohne Schwcrdtcs Zwang.Der kluge Kaiser war's, der sie ihm raubte,Und so gar schweren Brand zu löschen glaubte.

8 .

Vor kurzem hatt' ein Zwist sich angefangenRolands und seines Vetters, des Rinald;Denn Beiden glüht' ein liebevoll VerlangenIm Herzen nach der reizenden Gestalt»

Karl, dem der Ritter Zwiespalt nah gegangen,Der ihrer Hüls' entzog den sichern Halt,

Gab diese mm, die unter beiden FreiernDen Streit erweckt, dem Herzog über Baiern;

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