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Theil 5 (1851)
Entstehung
Seite
59
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»8

Einundvierzigster Gesang.

3 .

Der hehre Stamm, der stets und unverdrossenIm Glanz des Edelmuthes sich verklärt,

Und Heller nur, je mehr ihm Licht entflossen,

Hat seit Jahrhunderten der Welt bewährt,

Daß jener Ahn der hohen Este-SprossenAn jeder Tugend, jedem Geistcswcrth,

Wodurch der Mensch ausstrebt zur HimmelSwonne,Gestrahlt wie in der Sterne Schaar die Sonne,

4 .

Wie Rüd'ger stets, zu seinem höchsten Preise,Als edler Held erschien bei jeder ThatDurch offenbare, deutliche Beweise,

Und immer noch in einem höher» Grad!

So zeigt' er Dudo'n sich auf gleiche Weise,

Dem er im Kampf, wie ich zu wissen that,

Die ganze Stärke seines Arnis verhehlte,

Aus Mitleid nur, daß er ihn nicht entseelte.

S.

Schon hatte Dudo als gewiß gefunden,

Daß Rüdiger ans seinen Tod nicht sann;

Denn oft stand diesem frei, ihn zu verwunde»,

Und Er ist matt, daß er nicht weiter kan».

Am Ende muß er hell und klar erkunde»,

Aus Schonung mäßigt sich der edle Mann;

Und kan» er nicht an Stärk' und Kraft ihm gleichen,Will er ihm doch au Edelmuth nicht weichen.