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Zweiunddreißigster Gesang.
108 .
Wie eine Blum' auf fast versengten Auen,
Wo jeder Halm erfrischend Naß begehrt,
Schon nah daran, sich ganz beraubt zu schauenDer Feuchtigkeit, die ihr das Leben nährt,
Sich bald erholt, wenn Tropfen sie bethauen:
So scheint, da ihr die Heldinn Schuh gewährt,Die Dame schnell vom Kummer zu genesenUnd wird so froh und schön, wie sie gewesen.
100 .
Jetzt endlich ward die Mahlzeit eingenommen, -Noch unberührt, doch lange schon bereit;
Und keines Ritters unbequemes KommenVerstörte jetzt der Gäste Fröhlichkeit.
Die Andern aßen froh; trüb' und beklommenWar Bradamante, wie zu jeder Zeit;
Denn Argwohn, Furcht, die nimmer sie verließen,Verwehrten ihr, des Mahles zu genießen.
110 .
Als nun zum Ende sich die Mahlzeit wandte,Beschleunigt und gekürzt durch die BegierNach Augenweid', erhob sich Bradamante,
Und so auch die Gesandt!»» gleich nach ihr.
Der Herr winkt' einem Diener; dieser rannteUnd steckte Lichter an, unzählig schier,
Davon der Saal erglänzt' in allen Ecken.
Was folgte, wird der nächste Sang entdecken.
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