108 .
Vor Allen aber stand, des Kampfes wegen,
In Sorg' und Angst der Bruder des Vivian.
Er wünschte sehr, die Hand darein zu legen,
Um ihn zu hindern, wie er einst gethan,
Nur fürchtet er, sich Feindschaft zu erregen.
Er scheut den Zorn des Herrn von Montalban,
Der noch mit Grimm des andern Kampfs gedachte,Den Jener stört', als er zu Schiff ihn brachte.
100 .
Doch mögen Andre zweifeln, trauern, zagen,Froh geht Rinald, von keiner Furcht gestört,
Und will gewiß den Tadel Niederschlage»,
Deß ungerechter Druck sein Herz empört.
Nie sollen Hantefeuille und Poitiers wagen,
Ihn mehr zu lästern, wie man sonst gehört.
Er geht voll Muth und mit dem sichern Glauben,Die Stirn mit Siegeslorbeer zu umlaubcn.
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Zur Quelle kommen sie mit raschem GangeVon da- und dorther, fast zu gleicher Zeit,Begrüßen sich mit freundlichem EmpfangeUnd sind so heiter, so voll Offenheit,
Als sey Gradaß mit dem von Clermont langeVerknüpft durch Blnt und alte Traulichkeit.
Doch wie sie dann zum Kampfe sich erhoben,
Dies sey bis auf ein andermal verschoben.