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1 (1821)
Entstehung
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409
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man sich von Theilungsfehlern des Instruments unabhängigmacht. Da bcy dieser Methode alles auf die Yerticalität dergrofsen Säule ankömmt, so mufs sie oft und sorgfältigmit-tels ihrer Libelle, berichtiget werden, was selbst während denBeobachtungen ohne Mühe geschehen kann. Endlich kann manauch statt den Zenithdistanzen die Poldistanzen der Gestirneunmittelbar auf diese Art beobachten , wenn man jeden Tagdurch die Beobachtung eines Circumpolarsterns in seinen bey-den Culminationcn den Punkt des Kreises bestimmt, welcherdem Pole des Aeijuators entspricht. Durch diese Behandlungscheint mir der Multiplicationskrcis wesentliche Vorlheile selbstüber lixe einfache Kreise, über Meridian- oder Mauerkreisezu erhalten.

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QUADBANTEN.

Der Quadrant ist der vierte Theil eines Kreises, derzur Beobachtung der Höhen der Gestirne dient. Ist er aneiner Wand in der Ebene des Meridians befestigt, so heilster Mauerquadrant. Gewöhnlich ist er aber um eine ver-ticale Axe im Azimut, und selbst um seine horizontale Dre-hungsaxe in einer Yerticalebene beweglich , in welchem Falledas Fernrohr unveränderlich mit ihm verbunden ist, und dieHöhe durch ein Bleyloth angegeben wird, welches in demMittelpunkte des Quadranten befestigt ist. Da diese doppelteBewegung des ganzen Instruments unbequem und für die Beob-achtungen selbst nachtheilig ist , so zog man es vor, dem Qua-dranten nur die eine Bewegung im Azimut zu lassen, und dafürdas Fernrohr um den Mittelpunkt des Quadranten parallel mitder Ebene des letzten zu bewegen, wodurch der mit dem Fern-rohre verbundene Yornier Unmittelbar die Höhe der Gestirneauf dem eingetheilten Bande des Quadranten anzeigt. Des letztenEinrichtung und Gebrauch wollen wir hier kurz anzeigen.

Der Quadrant ist in seinem Schwerpunkte an eme verticaleSäule, mit dieser Säule parallel, befestiget, die auf drey hori-zontalen Füfsen ruht, welche letztem mit Fufsschranben verse-hen sind. Das Fernrohr ist an eine metallene Platte befestigt,die sich um den Mittelpunkt des Quadranten dreht. Auf derBück-seite trägt der Quadrant eine horizontale Stange, an welcherdie Libelle, wie bey dem Mittagsrohre, aufgehängt wird, umdadurch den obersten Halbmesser des Quadranten, der von demMittelpunkte nach dem Nullpunkte der Eintheilung geht, hori-zontal zu stellen. Das eine Ende dieser Stange sowohl, alsdas eine Ende der Libelle hat seine eigenen Correctionsschrau-ben, um beyde zu rcctificiren. Ihn den Mittelpunkt des Qua-