37 «
r Sin (5 — 5')
Tg S
Cos 5
Sin tt
und für die verbesserte Differenz der Declinationen8 — S / = d — d / -f-(r'—r ) Cos sc
I. Wenn auch die Ilorizontalparallaxe p, wie bey dem Monde,Leträchlich ist, so findet man aus den Ausdrücken des V 1011 Capitelsleicht die verbesserte Rectascension cc und Decliuation 8 aus denbeobachteten a und d durch folgende Gleichungen
Cos 9 Sin s
* ==a +P ~üST~
6 = d -J-p ( Sin <j> Cos 5— Cos f Sin 8 Cos s)
i3.
Man kann aber auch, statt die Fäden untereinander senkrechtzu legen , sie unter verschiedenen Winkeln verbinden. Kreuzensich vier Fäden im Brennpunkte beyder Gläser unter gleichenWinkeln von 45 Graden, so entsteht das Fadennetz von 45Graden, welches man so zu stellen pflegt. dafs einer der Fädenparallel mit dem Wege des Sterns, oder mit dem Aequalor ist.und dafs daher der darauf senkrechte den Slundenkrcis vorslellt.Bemerkt man die Zeiten, in welchen zwey Sterne durch die beydenanderen Fäden gehen, so ist es sehr leicht, daraus die Differenzihrer Rectascension und Decliuation abzuleiten, ja man kann dieseDiff erenz auch für jede andere Lage des Fadennetzes finden , wennman diese Lage gegen den Aequalor zuerst durch zwey bekannteSterne bestimmt. Dieses Netz hat den Nacktheit , dafs mehrereStellen des Feldes zu den Beobachtungen nicht gebraucht werdenkönnen, und dafs der wichtigste Theil des Feldes, der Mittel-punkt desselben, durch den Durchschnitt so vieler Fäden, fürdie Beobachtungen schwer angewendet werden kann. Bradleyerfand daher ein anderes Netz, welches von ihm den Namenerhielt, und jene zwey Nachtheile nicht hat. Man denke sich umdas kreisförmige Feld des Fernrohres ein Quadrat beschrieben,w elches jenen Kreis in vier Punkten berührt. Von dem oberstenBerührungspunkte ziehe man zw ey Faden nach den beyden unternSpitzen des Quadrats, und von dem untersten Berührungspunktezwey andere nach der oberen Spitze des Quadrates, so werdendiese Fäden mit dem senkrechten Durchmesser einen WinkelBilden, dessen Tangente gleich i-, und mit dem horizontalenDurchmesser einen andern, dessen Tangente gleich a ist, undjede horizontale Linie zwischen den beyden ersten oder denbeyden letzten Fäden wird gleich der senkrechten Entfernungdieser Linie von dem obersten oder untersten Berührungspunkteseyn, woraus sich also wieder die Differenz der Rectascension