Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
341
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i =' o. 510487 ToiseB

M , r

= 0 (|. 75

m

also R = 3271691 Toisen ,

welches nahe genug mit den durch unmittelbare Messungenerhaltenen Resultaten übereinstimmt.

Endlich hängt auch , wie wir im zweyten Buche sehen wer-den, die mittlere Bewegung des Mondes in der Länge, so wiedie mittlere Bewegung der grofsen Axe und der Knotenlinie derMondsbahn von der Gröfse der Excentricität der Erdbalm ab,und da die Aenderungen dieser drey Bewegungen, vorzüglichdie der ersten grofs genug ist, um sie schon nach einigen Jahr-hunderten aus den Beobachtungen mit Sicherheit zu bestimmen ,so liefs sich aucli umgekehrt aus dieser Bestimmung die Aende-rung der Excentricität der Erdbahn ableiten. Laplace fand dieseExcentricität für den Anfang dieses Jahrhunderts gleich0.01679435 , die halbe grofse Axe der Erdbahn gleich der Einheitvorausgesetzt, und die Abnahme dieser Excentricität in hundertJahren gleich o. 000 041632. Diese Abnahme der Excentricität;der Erdbahn , welche seit den ältesten uns bekannten Finster-nissen die Mittelpunktsgleichung der Erde noch nicht um achtMinuten geändert hat, hat in der Länge des Mondes eine Aen-derung von i° 48' und in der milllern Anomalie desselben so-gar eine Aenderung von sieben Graden hervorgebracht, so dafsdie äufserst geringen Veränderungen der Gestalt unserer Erd-bahn in jener des Mondes , gleichsam wie von einem Hohlspie-gel reflectirt , viel gröfser erscheinen. Die Beobachtungen desMondes, welche den ersten Astronomen die kugelförmige Ge-stalt der Erde zeigten, haben daher ihren Nachfolgern auch dieGröfse der Erde und ihre Abplattung, sowie die Entfernungder Erde von der Sonne, und endlich die Aenderung der Gestaltder Erdbahn kennen gelehrt, ohne dafs es nöthig gewesen wäre ,diese Kenntnisse, wie jene der Sonnenparallaxe, erst durchweite und beschwerliche Reisen in entfernte Gegenden , einzu-sanuneln.

5- i0.

Wir haben in dem Vorhergehenden (§. 14) gesehen , wieman aus den beobachteten Zenithdistanzen terrestrischer Objectedie Höhe derselben über der Meeresfläche ablcitcn könne. Esgibt aber noch ein anderes, sehr einfaches Mittel, diese Höhen*« bestimmen.

Zu diesem Zwecke wollen wir in der die Erde umgebendenAtmosphäre eine cylindrische vertikale Luftsäule betrachten.Man setze voraus, dafs die diesen Cylindcr umgebende Luft fest