uen die Beobachtungen dieser Gestirne im Meridian die vor-iheilhaftesten zur Bestimmung der Bolhöhe sind, so lassen sichdoch auch die Hülienbeobachlungen der Circumpolarslerne inallen andern Punkten ihres Parallelkreises mit Nutzen anwenden.Ist nämlich <5 nahe gleich (jo° oder Cos 3 nahe gleich Null, sov.ird die im Anfänge des 7 . gegebene Differentialgleichungsehr nahe folgende seyn ,
dop — dh.
Cos h
Cos cp Hin 3
-{-d s. Sin s Cotg 6 -}-< d 6. Cos s
und man sieht daraus, dafs ein Fehler in der beobachteten Hohesehr nahe denselben Fehler in der Polhöhe hervorbringen wird ,wie bey den Beobachtungen im Meridian selbst. Dasselbe hat,bey Culminationen anch für einen Fehler in der Declination statt ,nicht so hier, wo dieser Fehler in gröfsern Entfernungen vomMeridian, in seiner Wirkung auf die Polhöhe immer beträchtlichvermindert, und in keinem Falle vergröfsert wird. Was endlichden Fehler der Zeit betrifft, so wollen wir annehmen , dafs die-ser Fehler eine ganze Zeitsecunde betrage , und dafs für denPolarstern
S = 88° 20'
ist. Daraus folgen für die Stundenwinkel
0 t> 5 a h , 4 1 ' , 6 K
die Fehler der Polhöhe
o u o, o" 2 , o “ 4/ o u 5.
Allein auch diese geringen Fehler lassen sich noch beynaheganzwegschaffen, wenn man eine zweyte ähnliche Beobachtungauf der andern Seite des Meridians in heynahe gleicher Ent-fernung von ihm anstellt, wo dieselben Fehler entgegenge-setzte Zeichen erhallen. Dieses Verfahren hat noch den we-sentlichen Vorlheil, dafs dessen Anwendung nicht wie dieBeobachtung der Culminationen, von einem bestimmtest Zeit-momente abhängt, und daher oft von Wolken für den ganzenTag vereitelt wird, dafs es vielmehr zu jeder wilikührliehenStunde der Nacht, und Ley starkem Fernrohren, auch des'Tages vorgenommen werden kann. Auch den reisenden Astro-nomen mufs es willkommen seyn, eine Methode zu besitzen,durch welche er in irgend einer der bequemen Abend - oderMorgenstunden durch einige wenige Beobachtungen die Pol-llöhe seines Ortes genauer bestimmen kann, als durch selbstmehrere Tage fortgesetzte Circummeridianhöhen der Sonne.Was endlich die grofse Anzahl der Multiplicalionen mit wieder-holenden ffreiseti betrifft, durch welche manche Beobachter ge-rade den Zweck, den sie dadurch erreichen wollen, gröfseroCüte und Verläfslichkeit der Resultate zu verfehlen pflegen , so