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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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die Ewigkeit in sich pflanzen müsse, welche still sei, rein, licht,tief nnd alles.

Für manche Menschen-Brust in der Kirche wurde durchdie Rede der Vergangenheit die Giftspitze abgebrochen. AusAlbano's steigendes Meer hatte sie glattes Oel gegossen undum sein Leben wurd' cs eben und glänzend. Juliennens Augenwaren trocken und voll heitern Lichtes geworden; und Jdoiuensihre hatten sich schimmernd gefüllct, weil heute ihr Herz zuoft in Bewegung gekommen war, um nicht in der süßen, an-dächtigen und erhebenden zu weinen. Einmal war Albano,da er zu ihr blickte, als glänze sic überirdisch und, wie aufeine Luna die Sonne unter der Erde, strale Liane aus derandern Welt auf ihr Angesicht und schmücke das Ebenbild miteiner Heiligkeit jenseits der Erde.

Nach dem Schlüsse der Rede ging Albano ruhig zu beidenFreundinnen, drückte seiner Schwester die Hand und bat sie,nicht das Ende der dunkeln Feier abzuwarten. Sie war ge-tröstet und willig. Da sie aus der Kirche traten, war einwunderbarer Heller Mondschein aus der Erde verbreitet wieein süßes Morgenlicht der höhern Welt. Julienne bat sie,statt zwischen die Mauern, die Kerker der Augen und Worte,und unter das Getümmel hincinzugehcn, lieber vorher dieHellen stillen Gegenden zu schauen.

Alle trugen in ihrer Brust die heilige Welt des heiternGreises in die schöne Nacht hinaus. Kein Wölkchen, keinLüftchen regte sich am weiten Himmel, die Sterne regiertenallein, die Erdcnscrnen verloren sich in weiße Schatten undalle Berge standen im silbernen Feuer des Mondes.O wielieb' ich Ihren heitern heiligen Greis (sagt Jdoine zu Albauound hatte schon oft Juliennens Hand gedrückt) Wie gut