Vergangenheit, seiner hohen Menschen, war hinunter unterden Horizont und nur Ein Heller Stern davon stand nochschimmernd über der Erde, Jdoine.
Da erblickte den Jüngling sein Freund Dian und eilteherzu. Ohne viele Rücksichten umarmte ihn der Grieche undsagte: „Heil, Heil der schönen Veränderung! Dort steht meineChariton, auch sie möchte nach ihrer Sprache*) grüßen." —Aber Chariton blickte unaufhörlich Jdoincn wegen ihrer Achn-lichkeiten an. „Nun, mein guter Dian, ich habe manchesHerz und Glück dafür hingezahlt und mich wundert cs, daßdich mir das Geschick gelassen" sagte Albano. — Daraus fragt'er ihn als den Baumeister der Kirche nach der Beschaffenheitdes Erbbegräbnisses, weil er nachher sich wolle die Asche seinerEltern ausdcckcn lassen, um wenigstens stumm und dankendhinzukniccn. „Davon (sagte Dian betroffen) weiß ich sehr-wenig; aber ein grausamer Vorsatz ist's und wozu soll erführen?" —
Die Musik hörte auf, Spcner fing leise seine Rede an.Er sprach aber nicht von dem Fürsten zu seinen Füßen, auchnicht von seinen Geliebten in der Erbgruft, sondern von demrechten Leben, das keinen Tod kenne und das erst der Menschin sich erzeuge. Er sagte, daß er, obwol ein alter Mann,weder zu sterben noch zu leben wünsche, weil man schon hierbei Gott sehn könne, sobald man nur Gott in sich habe —und daß wir müßten unsere heiligsten Wünsche wie Sonnen-blumen ohne Gram verwelken sehen können, weil doch die hoheSonne sortstralc, die ewig neue ziehe und pflege — und daßein Mensch sich nicht sowol auf die Ewigkeit zubereiten als
) Nämlich freue dich.
23 *