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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
350
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hatte Julienne sie als Schlachtopfer des von ihr verachtetenNoquairols nach ihrem scharfen unerbittlichen System sehr kaltangesehen, indcß Jdoinc, welche, durch ihre größere Kenntnißder Menschen, Milde gegen die weiblichen Jrrthümer desHerzens und Augenblicks mit Strenge gegen Männer verbin-den lernen, nur sanft und gerecht gewesen war.

Als sie in die Kirche voll Traucrlampen traten: schlichsich Albano in eine unbeleuchtete Ecke weg, um nicht zu störenund gestört zu werden. Am Hellen Altäre stand heiter derehrwürdige Spcner mit dem unbedeckten Haupt voll Silber-locken, der lange Sarg des Bruders stand vor dem Altärezwischen Lichter-Linien. Am Gewölbe der Kirche hing Nachtund die Gestalten verloren sich in das Dunkel, unten durch-kreuzten sich Stralen und Schlagschatten und Menschen. Al-bano sah wie eine Todcspsorte die eiserne Gittcrthnrc desErbbegräbnisses aufgethan, worein seine frommen Eltern ge-zogen waren; und ihm war, als schreite noch einmal Schoppensbrausender Geist hinein, um in das letzte Haus des Menscheneinzubrechcn. Der Bruder rührte ihn nur wenig, aber dieNachbarschaft der stillen Eltern, die so lang für ihn gesorgtund denen er nie gedankt, und die unaufhörlichen Thränen derSchwester, die er in der Empor über der Todespforte sah,ergriffen heftig sein Herz, ans welchem die tiefen ewigenTraucrtöne die Thränen, gleichsam das warme Blut der Trauerund Liebe, sogen. Er sah Jdoinc, mit ihrer halb rothcn, halbweißen Lankastcr-Rosc auf der schwarzen Seide neben derSchwester stehen, sich gegen manchen vergleichenden Blick denSchleier über die Augen ziehend Hier neben solchen Altar-lichtern hatte einst die bedrängte Liane unter dem Abschwörcnder Liebe geknieet Das ganze Sternbild seiner glänzenden