und Thränen auf sein Herz eiudraugcn. „Bleibt meineEltern" sagte Albano. „Bravheit ist alles ans der Erde"sagte der Direktor. — „Ich that das Meinige wie eine Mutter(sagte Albine), aber wer konnte das wissen?" — Rabcttesagte nichts, ihre Freude und Liebe waren überschwenglich wieihre Erinnerung. „Meine Schwester Nabette (sagte Albano)hat mir, als ich das erstemal nach Italien ging, die Worteaus eine Börse gestrickt mitgegebcn: gedenke unserer — Diesewerd' ich Euch allen in jedem Schicksal erfüllen" — und hierdacht' er, obwol zu verschämt-bescheiden, um es zu sagen, andas, was er etwan als Fürst für seinen Pflegevater thunkönnte, worunter die Zurückgabe von dessen heimfallendemMänner-Lehn zuerst gehörte. „So wird uns denn mancheszcithcrige Herzeleid —" sing Albine an. „O was Herze,was Leid (sagte Wchrfritz), heute wird alles richtig und glatt."Aber Rabctte verstand die Mutter sehr wohl.
Alle begaben sich auf den Weg zum Trauer-Tempel. Siehörten aus der Kirche die Musik des Liedes: „wie sie so sanftruhen"; in einiger Ferne versuchten sich Waldhörner zu frohernTönen. Rabctte drückte Albano's Hand und sagte sehr leise: „csist gut mit mir geworden, weil ich alles erfahren habe." Siehatte dem unglücklichen Roquairol, seitdem er ein vielfachesGlück und sich selber ermordet hatte, ihre ganze Liebe insGrab zum Verwesen nachgcworsen, ohne eine Thräne dazu zuthun. Sie sprang auf Jdoiucns Güte über, aus ihre Achn-lichkcit, „mit deren Erwähnung der Vater den Engel heuteroth gemacht," und aus ihr schönes Trösten Julicnnens, dievor Albano's Ankunft unaufhörlich geweint. Albine lobtemehr Julienncn wegen ihrer Gcschwister-Liebe. Rabctte schwiegüber diese; beide waren schwesterliche Nebenbuhlerinnen; auch
Jean Panl'S auSgew. Werke. XII. 23