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bis sie zuletzt au ihrem Himmel stand als ein reiner, lichterMond ohne einen Regen- und Wolkenkreis der Erde.
Albano, dem die Erde, mit Vergangenheit und Todtengefüllt, eine Lustkngel geworden war, die in dem Aether ging,fühlte sich frei zwischen seinen Sternen und ohne irdischesBangen; er nahete sich Jdoinen — obwol bei dem Bewußt-seyn der kampfenden Verhältnisse ihres und seines Hauses —mit heiligem Muthe: „Ihr letzter Wunsch im letzten Garten(sagt' er) wurde vom Himmel gehört." — Mit jungfräulich-entschiednem Sinn ging sie durch, die Wildniß, worin sie baldBlumen bald Dornen auseinander zu beugen hatte, um wederverlegen noch verletzt zu werden; sie antwortete ihm: „ichfreue mich von Herzen, daß Sie Ihre treue Schwester aufimmer gesunden haben." Wehrfritz war über die Freimüthig-keit, womit sie die Wahrheit redlich wider alle Familien-Ver-hältnisse sprach, eben so erfreuet als verwundert. „So mußman immer auf der Erde viel verlieren (erwicderte ihr Al-bano), um viel zu gewinnen" und wandte sich an seineSchwester, als woll' er dadurch diesem Worte einen viel-deutigem Sinn verwehren.
Das Todtengeläute dauerte fort. Die seltsame, froheund trübe Vermischung der irdischen Schicksale gab allen einefeierliche und freie Stimmung. Albine und Rabette kamenherauf, festlich-dunkel gekleidet zum Gange in die Begräbniß-kirche. Julienne theilte sich zwischen zwei Brüder und nie hobsich ihr Herz romantischer auf, das zugleich in Thronen undin Flammen stand. Sic errieth, wie über ihren Bruder Al-bano ihre Freundin Jdoinc denke, an der sie eine festereStimme kannte, als die heutige war, und deren süße Ver-wirrung ihr am leichtesten aus dem kurzen Berichte klar wurde.