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gütiger!" Vor dem in eine Brust von Stein geschlossenenHerzen, das sich mit nichts regte, nicht mit einem Ständchen,that er sein kindliches Gebet zu Gott und suhlte, daß er seineEltern würde geliebt haben, und schwur sich, ihnen zu ge-fallen, wenn ihre hohen Augen sich noch in das tiefe Thaldes Lebens richten. Er drückte den kalten Stein wie eineBrust an sich; und ging mit sanften Schritten weg, als gingeder Greis neben ihm in seiner eignen ihm so ähnlichen Gestalt.
Er sah auf von seinem Wege zum Berge, wo ihn derVater Abends am Pfingst- und Abendmahlstage gefunden,wie zu einem Thabor der Vergangenheit; und im Gange durchdas Birkcnwäldchen erinnerte er sich noch wohl der Stelle*),wo einst zwei Stimmen, seine Eltern, seinen Namen aus-gesprochen hatten. So von der heiligen Vergangenheit ein-gewciht, kam er in seinem Kindheits-Dörfchen an und sahdie Kirche wie das Wehrsritzische Haus von Lichtern er-füllt, obwol jene zu traurigem Zweck und dieses zu frohender Gäste.
146. Z y k e l.
Albano fand in der Verklärung, worin der Himmel ihmnur der Vergrößerungsspiegel einer schimmernden Erde warund die Vergangenheit nur das Vater- und Mutterland hei-liger Eltern, in diesem Seelenglanz fand er das Erziehungs-haus, worein er trat, festlich und als einen Tempel und allesGemeine und Schwere geläutert oder nur nachgespielt aufeiner Bühne. Seine Mutter Albine und die Schwester Ra-
*) Titan, I. Bd. S. 91.