340
welche so sehr für Jdoinc sprachen, als ihre bisherigen gehei-men Einwirkungen ans Albano. Dazu entrüstete sie ihn nochim verworrenen Helldunkel ihres Zustandes durch den gutge-meinten Antrag, ihm seine väterlichen Auslagen für Albanoeinigermaßen zu erstatten. „Der Spanier liefet keine Haus-haltsrcchnungen, er bezahlt sic blos" sagt' er und nahmempfindlich Abschied auf immer, um alle Inseln der Erde zubereisen. Albano wollt' er nicht mehr sehen, aus Verdrußüber den Zufall, daß ihm durch Schoppens Kirchen- und Grä-bcrraub das Vergnügen entwendet war, Albano durch dieEntdeckung, daß er nur Linda's Vater und nicht seiner sei,für kühne Zweifel an seinem Werthe zu strafen und zu dcmü-thigen. Wohin Linda noch in jener Nacht seiner Entdeckungals Vater gegangen war, verbarg er allen kalt.
Darauf nahm er auch feierlichen Abschied von seiner vorigenBraut, der fürstlichen Wittwe. „ Er halte cs für Pflicht (sagte erihr), ihr die neueste Erbfolge zu hinterbringcn, da er einiger-maßen sich selber sehr in den Gang der Sache habe verflech-ten lassen." Nie war ihr Blick stolzer und giftiger: „Siescheinen (sagte sie gefastet) in mehr als einen Jrrthum verlei-tet zu sehn. Wenn es Sie so interessiert, wie Sie Sich dennüberhaupt für dieses Land zu interessieren scheinen, so mach'ich mir eine Freude daraus. Ihnen zu sagen, daß ich dasGlück bekannt zu machen nicht mehr anstehcn darf, dem ichnun gewiß entgegensetze, dem Laude vielleicht durch einenSohn ihres geliebten verstorbnen Fürsten jede Veränderungzu ersparen. Wenigstens darf man vor der Entscheidung derZeit keine fremde Einmischung dulden." Gaspard, über dasErwartete erzürnt, Zersetzte daraus blos ein unendlich-frechesWort — weil er leichter Geschlecht als Stand zu ver-