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Unglück vorüberziehen!— Sollt' ich vor dem Fürsten auf dasSterbebette kommen, so muß ich noch Deine Schwester undDeinen Bruder in das Gcheimniß ziehen, um ganz gesichertmeine Augen zu schließen. Ach ich werd' cs nicht erleben,daß ich Dich öffentlich als meinen Sohn in meine Armeschließen darf! Die Ahnungen meiner Hinfälligkeit kommenimmer häufiger. Es gehe Dir wohl, thcncres Kind! Werdefromm und redlich wie Dein Vater! Gott lenke alle unsereschwachen Hülfsmittel zum Besten!
Deine
treue MutterLIeonore.
N. S. Noch sehr wichtige Geheimnisse kann ich nichtdem Papier vertrauen, sondern sterbend wird sie meinMund in das Herz Deiner Schwester niederlegen. Leb'wohl! Leb' Wohl!"
143. Z Y k e l.
Albano stand lange sprachlos, schaucte gen Himmel, ließdas Blatt fallen und faltete die Hände, und sagte: „Du schickstden Frieden — ich soll nicht den Krieg — wohlan, ich habemein Loos!" Lebenslust, neue Kräfte und Plane, Freude amThrone, wo nur die geistige Anstrengung gilt, wie auf demSchlachtfeldc mehr die körperliche, die Bilder neuer Elternund Verhältnisse und Unwille gegen die Vergangenheit stürm-ten durcheinander in seinem Geist. Er riß sich von seinemganzen vorigen Leben los, die Seile des bisherigen Todtcu-geläutes waren entzwei, er mußte, um die Enrydicc aus demOrkus zu gewinnen, wie Orpheus das Zurückschauen aus den