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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
332
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vergangnen Weg vermeiden. Er enthüllte dem neuen Freundealles, denn er kämpfe, sagt' er, nunmehr öffentlich auf freieroffner Bahn um sein bisher verstecktes Recht und reise sogleichin die Stadt. Unter dem Erzählen erzürnte ihn das langegewagte Spiel mit seinen heiligsten Verhältnissen und Rechtennoch mehr, und das Mißtrauen in seine Kräfte und Waffengegen die Feinde, denen Luigi unterlag, und dieser Bruderselber, der ihn bisher in einer so harten unbrüderlichcn Maskeumarmen konnte.Wie anders war die treue Schwester!"sagt' er.Warum (fuhr er fort) ließ man mich so manchemstolzen harten Geiste so vielen Dank schuldig werden für meinbloßes Gcbnrtsrecht? Warum traute man nicht meinemSchweigen eben so gut? O so mußt' ich die arme Todtedroben *) verkennen, weil sie meinem gcoffcnbarten Stande injener feindlichen Nacht am Altäre ihr schönes Herz aufopfcrte!So mußt' ich durch Vermuthungcn und Vorsätze so mancherechte Seele verletzen! Wie unschuldig könnt' ich sehn ohnedieß alles!"Beruhigen Sie sich (sagte Sicbenkäs mitseiner Rüge), die Stärke des Feindes wird zu dem Wider-stande geschlagen und von der Niederlage abgezogen; und waswäre ein Sieg ans leerem Schlachtfclde gewesen?"

Siebenkäs war vor dem glänzenden Stande und vor demFeuer der Leidenschaftlichkeit, die er nur in gemeiner, nicht inedler Erscheinung kannte, um einige Schritte zurückgetretcn,die Albano nicht bemerkte, weil er sie nicht voraussetzte. Sogut cs ging, suchte Sicbenkäs indem dessen innerer Mensch

*) Er meint Liane, welche Spcner durch die feierliche Enthüllungvon Albano's Geburt und Bestimmung einer unter lauter gif-tigen Blumen ausgewachsenen Liebe zu entsagen nöthigtc.