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139. Z y k e l.
Schoppens Geschichte war nach Wehrfritzcns nnd desOheims Aussagen diese: er war aus dem Nothschlnmmer glü-hend aufgefahren, aus dem schnaubenden Streitroß der Nach-sucht gegen den Spanier wnrd' er fortgerisscn. Im Gasthofedes letztem wies ihn der Bediente mit einer Lüge nach demSchlosse. Hier gelangt' er, im verworrenen Getümmel umden leidenden Fürsten, ungefragt, ungesehen in das Spicgel-zimmer, wo er einmal die Gräfin Linda um Jdoinens Frie-denswort für den wahnsinnigen Freund gebeten hatte. Alsder Zylinder-Spiegel, der die langen Jahre des Alters aufdas junge Gesicht gräbt und Moos nnd Schutt der Zeit dar-auf schüttet, ihm sein Bild vermooset und verrasct entgegenwarf, sagt' er: „ho ho, der alte Ich steckt wo in der Nähe"und schaucte grimmig umher. '
Aus den Spiegeln der Spiegel sah er ein Jchs-Volkblicken. Er sprang aus einen Stuhl, um einen langen Spie-gel losznmachen. Indem er den Nagel desselben rückte, schlugin der Wand eine Uhr zwölsmal. Hier fiel ihm die Weissa-gung Gaspards ein, die sein Freund ihm auvcrtranct hatte,nnd alle Regeln, die diesem zur Lösung der Näthsel vorgc-schricbcn waren. In der Weissagung war zwar die Rede voneinem Bilderkabinette, aber ein Spiegelzimmer ist auch eines,nur flüssiger nnd tiefer hinter der Wand. Er nahm (folgsamden von Gaspard gegebnen Regeln) den Spiegel herab —fand nnd öffnete die Tapctcnthür in der Größe des Spie-gels — die hölzerne weibliche Gestalt mit dem offnen Sou-venir in der Linken und dem Crayon in der Rechten saß dar-hinter — er drückte (nach der Vorschrift) den Ring am linken