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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
307
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nicht sür recht, sie zu begleiten, da er jetzt errieth, daß diegraugeklcidetcu Menschen, die ihm znrückgewinket, ihre Bedien-ten gewesen, die ihr Einsamkeit zusichcrn sollen. Sic reichteihm an der Gartcnthüre die Hand und sagte:leben Sieglücklicher, lieber Gras; einst hoff' ich Sie so glücklich wiederzu finden, als Sic sich machen sollen." Die Berührung derHand wie einer himmlischen, die sich aus den Wolken gibt,durchströmtc ihn mit einem verklärten Feuer jener Welt, woAufcrstandnc leicht und schimmernd schweben, und die hoheEhrfurcht gebende Gestalt begeisterte sein Herz; er konntenicht sagen, was er in sich besiege und bedecke, aber auch keinanderes kaltes verkleidetes Wort; er knieetc nieder, drückteihre Hand an die Brust, sah weinend an den Sternenhimmelund sagte blos:Frieden, Allgütiger!" Jdoiuc wandtesich eilig ab und ging nach einigen schnellen Schritten lang-sam den kleinen Hügel in den Prinzcngarten hinunter.

Nach wenigen Minuten sah er die Fackeln ihres Wagensdurch die Nacht fliegen, in der sie gern zu reisen wagte. Umden Hügel war cs dunkel, die Abcndröthc und der Abendsternwaren untcrgcgangcu, die Erde wurde ein Rauch und Schuttder Nacht, am Horizont bauetc ein Trauergerüst von Wolkensich auf. Aber in Albano war etwas unbegreiflich Freudiges,ein lichter Punkt in der Finsterniß des Herzens. Und als er-den Leucht-Atom anschauctc, breitete er sich aus, wurde einGlanz, eine Welt, eine unendliche Sonne. Jetzt erkannt' er-es, cs war die rechte unendliche und göttliche Liebe, welcheschweigen kann und leiden, weil sie nur Ein Glück kennt, abernicht das eigne.

Er war erfreuet über das Ucbcrhüllcn seiner Brust undüber seinen Entschluß, sic nicht wieder zu sehen in der Stadt.

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