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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
275
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schenhand weder spinnen noch befestigen kann. Was ist dageblieben? Ein weites Weh über das ganze Herz aberdas Herz auch ES ist freilich leer, aber fest nnzcrrüt-tet heiß Die Geliebten find verloren, nicht die Liebe,die Blüten sind herunter, nicht die Zweige Ich will janoch, wünsche noch, die Vergangenheit hat mir die Zukunftnicht gestohlen Noch Hab' ich die Arme zum Umfassen, unddie Hand, um sie ans Schwert zu legen, und das Auge zum

Schauen der Welt-Aber was nntcrgcgangcn ist, wird

wieder kommen und wieder fliehen, und nur das wird dirtreu bleiben, was verlassen wird Du allein. Freiheitist die frohe Ewigkeit, Unglück für den Sklaven ist Fcuers-

brunst im Kerker-Nein, ich will sehn, nicht haben.

Wie, kann der heilige Sturm der Töne nur ein Stäubchenrücken, indeß die roh bewegte Luft Aschcnbcrgc versetzt? Nurwo gleiche Töne und Saiten und Herzen wohnen, da bewe-gen sie sanft und ungesehen. So klinge nur fort, frommesSaitenspicl des Herzens, aber wolle nichts ändern an derrohen, schweren Welt, die nur den Winden gehört und ge-horcht, nicht den Tönen."

Hier fand ihn der Lektor Angnsti, der mündlich von derPrinzessin Julienne inständige Bitten brachte, mit ihm inGaspards Zimmer zu gehen, wo sie ihm die wichtigsten Worteüber Schoppen zu sagen habe. Er ging leicht mit; über dasbedeckte Schicksal seines Schoppe erwartete er am ersten beiihr Aufschluß; auch sah er aus der kühnen Wahl des Boten,wie wichtig der armen Schwester seine Erscheinung sei.

In Gaspards Zimmer verließ ihn Augusti schnell, umihn anzukündigen und allein zu lassen. In seinem Lebenging jetzt ein langer Donner; kam er vom Himmel, von einem

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