reifte Gestalt und zog gleichsam dessen schimmernde Flügel aus-einander: „Du hast dich (sagt' er) recht gut gestreckt und un-gefärbt — hast Mai und August auf Einem Ast, wie ein Po-meranzenbaum." Albano hatte keine Freude darüber: „erzählemir nur dein Leben, mein Brnder," sagte er. — „Ich dachte,du erst deines, ich bin müde bis zur Dummheit" sagte Schoppe,indem er sich setzte und seine Jagdtasche aufschnallte. „Künf-tig (versetzte Albano). Was dn brauchst, will ich dir sagen
— ich bekam deine Briefe —- ich liebte wirklich die Bewußte
— ein Unglück trennte uns — ich bin unschuldig, und sie istgroß — o Gott, sei heute damit zufrieden!" Nie könnt' erseinen Freunden Schmerzen klagen; noch weniger setzt dasUnglück einer Geliebten entblößen. „Noch länger (versetzteSchoppe), nur sage, setzt cs neues Elend, wenn ich die Be-weise für Eure Schwester- und Bruderschaft aus Spanien mit-bringe und auspacke?" — „Nein, (sagte Albano) ich braucheüber keine Vergangenheit zu erschrecken." — „Dn gehst nochnach Frankreich?" fragte Schoppe. „Morgen, wenn du mit-gehst," versetzte Albano.
„Allerdings als deine Fcldprcdigerci — Nicht aus Man-gel an Kunstgcist, wie du aus Rom schreibst, sondern ausUcberfluß daran gehst du unter die Soldaten. Ich sah' esgern, wenn du bedächtest, daß auch Dante, Zasar, Cervantes,Horaz vorher dienten, eh sie kostbar schrieben — nur Studen-ten kehren's um und dichten etwas Kurzes und Gutes undnehmen später Dienste. — Auf meine Reise zu kommen, sokostct's mich schon viel, nämlich Zeit, wenn ich dir erzähle,daß ich deinen närrischen Oheim mit einem Wagen Gepäck imNeste Onckres anderthalb Posten von lka^onne ertappte. Ichgestand ihm, ich ginge nach Valencia, um die dasigen Seiden-