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Rache entronnen. Nach einigen Tagen wurden ihm Papierevon dem Todten zngestellt; aber er sah sie voll Abscheu nichtan. Sie enthielten Rechtfertigungen und zugleich Nach-Sün-den. Noquairol hatte nach der Freuden-Nacht den ganzenMorgen im Prinzengartcn schreibend verlebt, um die Erinne-rung zu koloriren, die allein ihn, schrieb er, belohnet und be-redet habe, daß er nicht schon in der Nacht den fünftenLebens-Akt ausgespielt.
Der Lektor gab in Albano's Abwesenheit kleine Briesevon Julicnnen ab, worin sie ihn um seine Erscheinung batund ihm Ort und Zeit im Schloß bestimmte, wohin sie ansLilar gezogen war. Er kam nicht. Sein Vater schien sichnichts um ihn zu bekümmern. Zuweilen kam ihm vor, alswenn ferne Spür-Menschen ihn in weiten Kreisen umschlichen.
Einst stand er Abends noch unten an einem Waldhügel,als er oben einen herausschreitenden Wolf erblickte — derWolf sah ihn, sprang zu ihm herunter und wurde Schoppe'sWolfhund — bald trat oben sein Freund selber mit einemalten Manne aus den Bäumen heraus — erblickte ihn, gabdem Manne schnell Geld und ging langsamer zu ihm herunterals er zu ihm hinauf. „Ei, einen guten Abend, Albano,"sagte Schoppe mit der alten Kälte, womit er sprach, wenn ernicht schrieb, und lächelte dabei, aber mit so vielen Linien,daß er Albano ganz fremd erschien. Albano preßte ihn heftigans Herz und verwandelte die heißen Worte, die jener nichtliebte, in heiße Thränen. Es war ein alter Stern aus demFrühlingsmorgen, wo seine Liane noch lebte und liebte; erging ihm unter an einem Grabe in jener Reise-Nacht; jetztging er auf und Albano war wieder unglücklich.
Schoppe besah mit sichtbarem Wohlbehagen Albano's ge-