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Ehe der vierte Akt sich anfing, hob der Spanier dieLinke empor und die schwarze Dohle sprach sogleich: „dieSünde straft die Sünde nnd den Feind der Feind; zaumlosist die Liebe, zaumlos auch die Rache — Seht, nun kommtder Mensch, den sie nicht mehr lieben, nnd bringt seine Wun-den mit und seinen Zorn." Hiort stand da, wie vor seinemGrab, das seinen Kopf nicdcrzog — unendlich weinend nndtrinkend — sanfte Abend-Töne der Musik verschmolzen mitdem aufgelösten Leben: — „ach, so ist's! (rief er aus tiefer,schmerzender Brust.) Wirs sic nur endlich weg, die zwei letz-ten Rosen deS Lebens*) — zu viele Bienen nnd Stachelnstecken in ihnen — sie ziehen dein Blut nnd geben dir Gift
— O wie ich liebte! Allmächtiger droben, wie ich liebte!Ach nicht Dich! — Und nun so steh' ich leer und arm nndkalt, nichts, nichts ist mir geblieben, kein einziges Herz, nichtmein eignes — das ist schon hinunter ins Grab — DerDocht ist ans meinem Leben gezogen und es rinnt dunkel hin
— O ihr Menschen, ihr dummen Menschen, warum glaubtihr denn, daß es noch Liebe gebe hicnicdcu? Schauet michan, ich habe keine — Wol ein lustiges Farbcnband der Liebe,ein Regenbogen zieht sich hin und stellt sich fest herüber unteruns wankende Wolken, als binde und trag' er sie — Spaß-haft! er ist auch Wolke, und lauter Fall — anfangs glänzenbunte Frcudcntropfcn, dann schlagen schwarze!" —
Er schwieg — ging langsam auf und ab — sah ernsteinem Waffen- und Larvcntanz innerer Gespenster zu— standstill — Die Schatten schwarzer Thaten spielten durch einanderum ihn — Plötzlich fuhr er auf, ein Wetterstral eines Gedan-
') Liebe und Freundschaft.