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Carlos stand einige Minuten mit dem wilden Blick amBoden und sagte dumpf: „Du thust's, Gott!" und ging ab— begegnete seinem Freund, der ungestüm und froh ausries:„Sie ist — eilte aber stolz weiter und rief nur zurück:„jetzt nicht, Hiort!" Zu diesem kam weinend Lilia und führteihn fort: „Komm (sagte sie), steh das Grabmal nicht an, wirsind beide zu unglücklich."
Da trat der alte Salera auf mit Athenais — vergriffsich zwischen Eis und Brand und nahm seine kalte Münze fürwarme — lobte männlich sie, und väterlich den Sohn — undsagte wie in einem Schauspiel: da kommt er selber. „Hierstell' ich dir, Sohn, (sagt' er) dein Glück vor, wenn du csverdienen kannst." Carlos hatte Lilia's Herz verloren — derWunsch des Vaters, die Macht der Schönheit, die Allmachtder liebenden Schönheit standen vor ihm, seine Sehnsucht undder Gedanke der Grausamkeit gegen diese Göttin, und endlicheine Welt in ihm, die so nahe an ihrer Sonne stand, siegtenüber eine doppelte Treue — er sank aufs Knie vor ihr undsagte: „ich bin schuldlos, wenn ich glücklich bin." — DasPaar geht auf der einen Seite ab; Salera aus der andernund trifft aus Lilia, deren Hand er mit den Worten nimmt:„Sie als eine Freundin meines Hauses und Sohnes nehmengewiß den innigsten Anthcil an dem neuesten Glück desselbendurch Athenais." — So schloß sich der dritte Akt, der Al-bano durch ungerechte alles verdrehende Anspielungen mit demerbitterten Wunsche des Endes entflammte und füllte, blosum Roquairol über dieses meuchelmördcrischc Zücken des tra-gischen Dolchs zur Rede zu stellen. „Der Patron (sagte la-chend Gaspard) glaubt mich auch hcrcinzumalcu; ich wünscheaber, daß er derbere Farben nehme."