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meinem Herzen liegt dieser prangende, aber scharf fortschnci-dcndc Demant, an dem es blutet, so oft cs schlägt." — Ueber-all ließ jetzt Roquairol Linda'S Bild mitspielcn. Hier brachteanfangs Carlos den Freund mit der Nachricht in Aufruhr,daß Athcnais von seinem Vater zu seiner Braut erlesen seiund bald komme; aber er stillte ihn, da seine Schwester Liliaerschien, indem er schnell ihre Hand nahm und sagte: „nurdiese lieb' ich." — Sic sprachen über die Hindernisse vonSeiten des alten Salera, den Carlos ein Eisfeld nannte, dasunter keiner Sonne trüge und nicht anzubaucn wäre. „Stehemir bei, Karl, (sagte Hiort) denke, was du mir geschrieben:wie zwei Ströme wollen wir uns vereinigen und mit ein-ander wachsen und tragen und eintrocknen*)." — So verstän-digten, verketteten und erhoben die drei Menschen sich einanderwechselseitig, alle hatten Ein Ziel, das gemeinschaftliche Glück.— Carlos beschwor ewigen Widerstand gegen seinen Vater,Hiort den Schutz seiner Schwester und rief: „Endlich gießetdas leere Füllhorn der Zeit, das bisher nichts gab als Klänge,wieder Blumen aus — O die Weiber! Wie gemein und all-täglich sind fast alle Männer! Aber fast jede Frau ist neu!" —Lächelnd sagte Gaspard: „das Umgekehrte sagen die Weibervon uns und sich." — Froh und friedlich schloß der zweite Akt.
„Vi-llll68se!" rief der Spanier und streckte seine Rechtehoch in die Luft. ,
„Flüchtig (fing die schwarze Dohle unter Tönen an) istder Mensch, flüchtiger ist sein Glück, aber früher stirbt derFreund mit seinem Wort." —
*) Eine Stelle ans Albano's Brief an Roquairol. Titan k.
S. 291.