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det und fortlicbt. — Was dort kalt liegt, das ist mein Bild(indem er ans die Sphinx zeigte), das bewegt sich lebendig inmeiner blutigen Brust — hils mir, ziehe das reißende Unthicrheraus!" —
Albano ergrimmte im Innersten über die frevelnde Wie-derholung jener bekennenden zärtlichen Nacht mit ihm.*) „Erist frech genug (sagte leise Gaspard zu Albano), weil er, wieich höre, wirklich sich selber spielen soll; aber da er sich sosteht, ist er doch besser, als er sich sieht." — „O (sagte Al-bano), so dacht' ich sonst! Aber ist denn das Schauen aus denschlechten Zustand ein guter? Ist er nicht desto schlechter, daßer dieses Bewußtscyn ertragt, und wird desto schwächer, daß ereinen unheilbaren Krebsschaden au sich wachsen sicht? DasHöchste hat er ohnehin verloren, die Unschuld." — „Eineflüchtige Wiegen-Tugend! — Ein Helles, keckes Reflcktirenhat er doch," sagte Gaspard. „Nur weichliche, ehrlose, zwei-deutige, vielseitige Mattigkeit des Herzens hat er; spricht vonKraft und kann nicht die dünnste Lust-Schlinge zerreißen"sagte Albano.
„Karl, (sagte Hiort weich, als antwortete er jenen) ja,noch Eine Hülfe gibt's. Wenn am Leben eine frische Farbenach der andern verschießet >— wenn das Daseyn nun nichtswird, kein Lust-, kein Trauer-Spiel, nur ein fades Schau-Spiel: so ist dem Menschen noch ein Himmel offen, der ihnausnimmt, die Liebe. Schließet sich dieser zu, so ist er ewigverdammt. Carlos, mein Carlos, ich könnte noch glücklichwerden — denn ich habe Athenais gesehen — aber ich kannnoch unglücklicher werden, denn sic liebt mich nicht. In
') Titan II, Seite 21 re.