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12 (1848) Titan : vierter Band
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unschuldig; wie die Pfirsich sich roth und glühend der Sonnezukchrt, über in den Blättern das zarte Weiß erhält. IhrAuge trank aus seinem, seines trank aus ihrem, der Himmelvermischte sich mit ihrem Himmel, die Purpursounc schimmerteans dem warmen Licbesthan der Licbcsaugcn zurück.O dürft'ich dich jetzt küssen!" sagte Albano.Ach dürftest du es!"sagte Linda.So golden ging einst die Sonne auf demMeere unter!" sagte er.Und nachher gaben wir unsden ersten Kuß!" sagte sie.Wir wollen uns jetzt vielöfter sehen" sagt'er.Ja wol, und länger am Tage, NachtsHab' ich Arme ja kein Auge. Nun geht mir dort schon meinAuge unter" sagte sie, als die Sonne versank.

Es war ein guter, sanfter Geist, oder Liancns ihrerjener, der den Menschen nur an der Dämmerung in die Nachtführt, der uns mildernde Thräncn in den Jammer und indie Entzückung gießet und der dem Abendstern der Liebe diekurze Bahn nicht überwölkt Dieser Geist war es, welcherihre Zungen und Ohren vor dem schrecklichen Laute bewahrte,der auf einmal den goldncn Abendkreis in eine ringsumheraufbrcnncnde Hölle anfgeriffcn hätte.

Wer kommt dort so eilig?" sagte Linda.MeinFeind" sagte Albano. Roquairol hatte ihn vermisset undLinda's Ankunft vernommen; in der Höllenangst, daß sich andiesem Abende vor ihnen der gestrige aufdccke, eilte er unterdem Vorwände, Dian zum Spielen und Albano zum Hörenzu holen, den Berg heran. Wie ein Zentaur, halb Mensch,halb Wild, trat er mit verworrenem dumpfen Kriege seinesganzen Wesens unter die melodischen Seelen und Freuden.Aber kaum daß er an ihnen die Weihe der Entzückung wahr-nahm und die schwarze Decke noch auf seinem Morde festlicgen