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12 (1848) Titan : vierter Band
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sah: so richtete sich in ihm der grimmige Geist der Eifersuchtauf:sic ist uuu meine Verlobte" sagt' er sich; und dieSonucufiusterniß vcrworrncr Reue wurde vom Gewitter desUnmnths verdeckt. Linda, über seine Stimmcnähulichkeit zür-nend aus inncrm Schauder, stand vor ihm wie ein Diamant,hell, glänzend, hart und schneidend, Albano aber sanft, imNachtöncn der Harmonie, auf dem Gottesacker der Schwesterdieses Bruders und in einiger Verwirrung. In Roquairolschlich wieder der gestrige unreine Argwohn herum, daß viel-leicht Albano und Linda nicht mehr unschuldig seien.

Zornig bat er heute Linda, sein Trauerspiel mit anzu-sehen.Sic sagten mir (sagte sic zu Albano), cs schließe sotragisch, ich bin davon keine Freundin."Er kennt esgar nicht," sagte Roquairol.Nein", sagte Albano. Wiedie Schlange sah er ans das Paradies der ersten Menschenherab, sich froh bewußt, daß er ihnen vom Baume seinesErkenntnisses den Apfel reichen konnte, der sie sogleich darausverjagte.Zudem (fügte sic dazu) sch' ich Abends schlechtoder gar nicht." Roquairol stellte sich fremde dabei, scherzteüber den Gewinn, den er als erster Liebhaber dabei habe,wenn sic ihn nur höre, und bat Dian, mitzubittcn. Nichtangcbornc, sondern erworbene Kälte ist der höchsten Falschheitmächtig, jene nur der Verstellung, diese auch noch der An-stellung, weil sic zugleich alle Wege und Mittel des Feuerskennt und nützt und sich auf dem Glatteis durch die Aschevoriger Glut fest macht. Da endlich Albano ihr selber anricth^an der tragischen Freude Theil zu nehmen, und ihren Freun-den und Freundinnen drunten die schöne, reine ihrer Gegen-wart zu gönnen: so willigte sic ein, verwundert über denWiderruf.

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