lange gelegenen Staub verfinsterte, weil er nun, wie er Al-bano selber voransgcsagt, das Netz zu diesem und der Gräfinim Strome heranskommen sah, das beide eng gesungen nahm.Das fressende Gift der Vicl-Liebhabcrci und Vielgötterei lieswieder heiß in allen Adern seines Herzens um —: er machtewilden Aufwand, Spiele, Schulden, so weit cs nur ging —setzte Gluck und Leben ans die Wage — warf seinen eisernenKörper dem Tode zu, der ihn nicht sogleich zerschlagen konnte— und berauschte sich in der Wilden-Trancr um sein gemor-detes Leben und Hoffen im Leichentrnnk der Schwelgerei; einBund, den Wollust und Verzweiflung schon oft ans der Erdemit einander ans Kriegsschauplätzen und in großen Städtengeschlossen haben.
Nur etwas hielt den Hanptmann noch aufrecht, die Er-wartung, daß Albano in seiner Ferne von Linda beharre,und die, daß diese wiedcrkomme. Jetzt kam die Fürstin zu-rück, noch mit allem frischen Hasse gegen den kalten Albano,für dessen >,cl»ps" sie sich hielt. Noqnairol bewog leicht sei-nen Vater, ihn ihr näher zu bringen, da er bei ihr über Al-bano und alles Nachrichten zu finden hoffte. Er wurd' ihrbald durch die ähnliche Stimme und die vorige Freundschaftgegen ihren Feind bedeutend, und noch mehr durch seine sel-tene Gewandtheit, einer Frau immer das zu sehn, was siegerade begehrte.
Da sic alle seine frühem Verhältnisse und Wünsche schonlängst gekannt: so warf sie, sobald ihre Fernschreiber von Al-bano ihr die Nachricht von seiner neuen Liebe gegeben, ihmleicht die Erwähnung davon hin. Trotz der warmen Rolle,die Noqnairol gegen sie zu spielen hatte, wnrd' er doch vorihr wüthend-blaß, athemlos, bebend und starrend im Abwcchsel;
Jea» Paul's »usgclv. Wrrle. XII. ^