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Julienne wicderkommt; mein Herz brennt nach Dir. Morgenmnß ich ohnehin im Prinzcngartcn seyn, wo Roquairol seinenTraucrspielcr endlich gibt. Komme diesen Abend —- ich fleheDich bei unserer Liebe an —- nm 8 Uhr entweder, wenn cshell ist, in die Tartarus-Höhle, deren Todtcngräbcr-Pntz undOrknS-Amcublcment Dir gewiß nur lächerlich seyn wird, oderwenn cs wolkig ist, in das Ende des Flötcnthals.
Dein blindes Mädchen nimmst Du nur mit. Du kennstja das Spioncnwcsen, das gerade uns umstellt. Ich erwarteund begehre keine.Antwort non Dir, sondern Schlags achtUhr schleich' ich durch das Elysium, nm zu sehen, wo dieGöttin steht, der Himmel, die Sonne, die Seligkeit, Du.
Dein
Albano."
Wie durch einen Wctterstral des Himmels war ihr gan-zes Wesen geschmolzen zu weicher seliger Glut; denn sieglaubte der Handschrift, daß das Blatt von Albano sei —so unerwartet ihr auch an ihm eine so schnelle Umkehrung er-schien — ob cs gleich von Roquairol geschrieben war. Lassetuns zurückgchcn bis an die finstere Quelle des reißenden Höl-lcnflnsses, der seinen eiskalten Arm nach der Unschuld undnach dem Himmel anSstrcckt.
Roqnairol war im Winter bei allen Fchlschlagnngen sei-ner unbändigen Wünsche ziemlich glücklich und gut geblieben;der Abendstcrn der Liebe, ob er wol sür ihn mehr ab- alszuuahm, stand doch noch nicht unter dem Horizont, sondernnur unter Gcwölke. Aber sobald Linda mit Julienne abge-rcisct war — und zwar, wie er sogleich crricth und srüh er-fuhr — nach Italien: so bewegte sich ein neuer Sturm durchsein Leben, der ihm die letzten Blüten abriß und mit dem