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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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schwarzer Regen, und täglich geht die Sonne wieder blau undgolden unter.

Julienne versetzte blos:Schön! nun wollen wir hin-aus!" weniger als sic zu schnellen Ucbergängcn fähig. Alssie oben die stille, Helle, nichts begehrende Jdoine wieder sah- die fest und heiter Handelnde klagcnlos und hoffnungs-los nur den Achrcnkranz der Thatcn, nie den blumigenBrautkranz tragend so viele weiße Blüten zu ihren Füßen,die zu keinem Kranz und Gewinde Zusammengehen ihreHelle reine Seele einem Hellen reinen Tone gleich, der seinenReiz durch nasse wolkige Luft ungetrübt und ungebrochenträgt: so fühlte sic, Jdoine sei ihr schwesterlicher verwandt alsLinda, jene sei ihr ein Ideal und Sternbild in ihrem Himmelüber ihr, diese ein fremdes, das fern und unsichtbar in einerzweiten Halbkugel des Himmels glänzt; aber in ihr wirkte dieweibliche Kraft, fortzulieben fast bis in den Haß hinein, stär-ker als in irgend einer Frau, und sie blieb der alten Freundingetreu. Jdoine gehörte unter die weiblichen Seelen, die demMonde ähnlich sind; blaß und matt muß er am prächtigenAbendhimmcl, den Glanz und brennende Wolken schmücken,stehen und kann ans der Erde keinen einzigen Schatten ver-drängen, und steigt mit unsichtbaren Stralcn, aber das fremdeLicht verbleicht und seines wüchset aus dem Schatten auf, biszuletzt sein überirdischer Glanz die Erden-Nacht umzieht undin eine zweite Welt umkleidet, und alle Herzen lieben ihnweinend und die Nachtigallen singen in seinen Stralcn.

Alles war nun bestimmt und geendigt. Linda hielt sichin ihrer Ferne und blos aus Gesetz der geselligen Artigkeit,das sic niemals übertrat. Jdoine zog sich, eine Veränderungerrathcnd, aus der vorigen Nähe sanft zurück. Früh am