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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
216
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würde. Schön war sic überrascht von der geglückten Be-kehrung zum Traurings-Ja. Mit einiger Ungewißheit desErfolgs bei Linda, die durch das Mondlicht und die fernemilde Bcrgmusik nur stürmischer geworden, fuhr sic fort:ichwollte dich nicht gern unterbrechen mit dem Lobe deines Ent-schlusses zur Ehe Unrecht hast du sonst in allen Stücken.Freilich ist Sic jetzt ernster; aber sie stand am Sterbebetteihres Ebenbildes und sah sich in Lianen erbleichen dasmäßigt sehr. Ihn anlangcnd: so, hätt' Er dich früher ge-sehen ...."

Sah er nicht früh das Bild aus dem Uago - maggiore,aber unähnlich, wie er sagt?"

So will ich dir'ü denn gestehen, Wilde, (versetzte Ju-lienne) weil man dich nicht überraschen soll, daß ich ihn gesterngebeten, mit zur Prinzessin zu reisen, und daß er eben ansRücksicht und Kälte gegen alle Achnlichkcitcn mir cs derb ab-geschlagen; aber morgen erwartet er uns im Prinzengarten."

Verändert weich mit verklärten Augen sagte Lindamit gcsunkncr Stimme:mein Freund liebt mich so sehr?Ich lieb' ihn aber auch sehr, den Reinen. Morgen will ichzu ihm sagen, nimm meine Freiheit und bleibe ewig bei mir.Vom Altäre ziehen wir davon, meine Julienne, du und erund ich nach Valencia, nach lsola bslla oder wohin er will,und bleiben beisammen. Du guter Mond und Musik! Wiedie Töne und die Stralcn so kindlich mit einander spielen! Umarme mich, meine Geliebte, vergib, daß Linda unartiggewesen!" Hier war der Sturm des Herzens in süßesWeinen zergangen. So wird in den Ländern unter der scheitel-rechten Sonne täglich der blaue Himmel Donner, Sturm und