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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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Wider sic und nichts für sic (antwortete Linda). Wenn aberEr sie nun sieht, wenn cr die Fromme noch einmal der Ver-storbnen ähnlich findet, wenn die ganze erste Liebe nmkchrtund über die zweite trinmphirt?... Bei Gott! Nein, (setztesie stolz und stark dazu) nein, das dnld' ich nicht; bitten willich nicht, weinen nicht, oder rcsignircn, um^ihn aber kämpscwwill ich. Bin ich nicht auch schon? Ich bin schöner, undmein Geist ist kühner geschaffen für seinen. Was kann siegeben, was ich ihm nicht dreifach biete? Ich will's ihm geben,mein Glück, mein Dascyn, auch meine Freiheit, ich kann ihwso gut heirathen wie sie, ich will's .... O sprich, Julienne!Aber du bist eine kalte Deutsche und ihr heimlich zngcthanaus gleicher Gottesfurcht. O Gott, Julienne, bin ich dennschön? Bethcner' es mir doch. Bin ich der Verklärten garnicht ähnlich? Säh' ich nur so aus, wie cr es gerade wollte!Warum war ich nicht seine erste Liebe, und seine Liane undwäre auch gestorben? Gute Julienne, warum sprichst dunicht?"

Lasse mich nur sprechen" sagte diese, wiewol nicht ganzwahr. Sie war ergriffen und gestraft von Linda's treffenderWahrheit und vom eignen Bewußtscyn, daß sic einen Plan,Linda's Vorurthcile gegen die Ehe aufzulösen, angelegt, dessenHülfsmittcl ihr von Linda gerade als Rechtfertigungen derEifersucht vorgczählt worden; und daß sie einen Felsen aufder Spitze eines Felsen in Bewegung und in den Fall ge-bracht, den sic nun nicht mehr regieren konnte. Auch war siebetäubt, ja erzürnt von einem ihr fremden Ungestüm der Liebe,vor welchem sie den verhaßten Trost gar nicht aussprechendurfte, daß Albano stets nach der Pflicht der Treue handeln