168
gangenhcit hervor, indcß der Pflegevater Wehrfritz, in seinenMeinungen und Sitten fortgcwachscn, noch in das alte Ge-schrei der Kanarienvögel und Hunde cingcsassct, gar keine Zeitkannte, dein Pflcgesohne innigen Dank für die verbindlicheErinnerung und Wahl seiner Geburtstagsfeier sagte, denAlbano nothwcndig und vergeblich ausschlng, im vorigen Duund Vatcrwcscn sortfuhr, sich über die Franzosen und ihrekünftigen Siege entzückte und jetzt dem altern Pflcgesohnemehr Prämien des Lobes als jemals dem jüngcrn bewilligte,um ihm dadurch, hofft' er, ein so großes Vergnügen zu machenwie sonst. Der Magister unterstützte von weitem das Lob,ob er gleich nicht unterlaßen konnte, sofort als sein SchülerNapcl, Baja, Cuma ausgesprochen hatte, eine Gelegenheitzu ergreifen, um Neapel, Bajä, Cumä auszusprcchen. Albanowar rein, wahr, menschlich, offen und herzlich gegen alle;Eitelkeit war nicht in seinem selbstvergessenen Stolz.
Nabcttc fand endlich ein Hebezeug, den glänzenden unddoch trauten Bruder aus dem Gastzimmer in ihres oder seinvoriges anfznwinden, um allein zu sehn an seiner Brust. Alssic hiucintraten: so fing sic sogleich mit den Worten: „kennstdu die Stube noch, Albano?" unendlich zu weinen an mitden so lange gesammelten Thräncn; und Albano zeigt' ihr inden scinigcn sein langes bisheriges Mitlcidcn, riß aber da-durch die ganze wnndcnvolle Vergangenheit ans. Sic griffselber zum Heilmittel, zum Erzählen— so sehr er auch vor-schützte, er wisse und crrathc ja alles —; und berichtete, dieAugen trocknend, wie alles stehe — und „daß Karl viel beiinner Mutter in Arkadien sei — daß der Minister noch gegendas einzige Kind den alten Wüthrich mache und ihm nichteinen Heller mehr als sonst znschieße, ob er gleich immer