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sie und sah ihn sehnsüchtig an. Er that's. Die Nachtigallenhüpften tönend zwischen den Silbcrzweigcn; nur die Menschenhatten Himmel und Liebe ohne Stimme.
„Nur noch ein Sternchen!" bat sie; er gehorchte, schonvom Worte gerührt; aber sic entschied sich selber und sagte:„Nein, geh!" — „Wir wollen, Dian!" sagt' er. Dieserging liebe-schonend die Terrassen voraus hinab. Heftig undlange lagen die beiden Geschwister einander am Herzen undwünschten sich ein heiteres nnbestnrmtcs Wiederfindcn. Lindagab ihm nur die Hand und sagte kein Wort; wie der stilleHimmel der Nacht seine heiße Sonne bedeckt, so war ihrflammendes Herz verborgen; und da er ging, schloß sie, ohnenachzublickcn, seine Schwester an die wallende Brust.
Glanz und Nacht und Duft bcstrcuetcn die Himmelsleiterder Terrassen, die er herunter ging. Leise flog sein Schiffdurch den Sternen- und Blüten-Schnee, der ans den Wellenwehte — die Nachtigallen der beiden Inseln klangen zusammen
— die Schiffer sangen ihnen frohe Lieder zurück — dieOrangcndüste führte der günstige Wind dem Schiffchen nach;
— aber Albano hatte Herz und Angesicht weinend nach derversinkenden Pyramide gewandt. Die Schwester hatte alleinaus der Höhe nachgcsehcn, dann war auch diese verschwunden
— die Nachtigallen riesen noch leise nach — endlich war allesverhüllt. — Er kehrte sich um nach den blaß-schimmerndenEisgebirgen, wie nach den Leuchtthürmcn seiner Fahrt, undvom Himmel dieses Tags war ihm nun nichts geblieben alsdie leitende Liebe, wie der Schiffer dem Magnete folgt, wenndie heiligen Sterne sich verborgen haben und ihn nicht mehrführen.