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langtest. Von meinen ersten Kindheits-Platzen ist mir weniggeblieben, vielleicht weil wir immer reisctcn und weil ich auchmehr nach Menschen als nach Gegenden sehe — außer meinlängster Aufenthalt in Valencia. — Vom frühen Reisen Hab'ich wol meine Reise-Sucht. Am Ende liegt sie doch in mir.Aber Ihr glaubt immer, wie die Deutschen, das zu erlernen, wasIhr eigentlich ererbt oder erschafft. Von meiner Mutter wnrd'ich mehr als von jemand gehasset und geliebt. Jetzt bin ichklar über sic. Sic war ganz für die Kunst oder für dieKünste geboren, ob ich wol glaube, daß sie von den Götterneigentlich für die Bühne ausersehen war. Sie war alles indieser Minute, nichts in der andern — Flüche und Gebete,Glaube und Unglaube, Haß und Liebe wechselten ab in dieserepischen Natur. — Sie hätte eine Welt verschenken und einestehlen können. — Sie drückte mich einmal an ihr Herz undsagte: wärst du nicht meine Tochter, ich würde dich stehlenoder tödtcn ans bloßer Liebe; — und das war, als ich gesagthatte: ich liebe die Mcdca mehr als Krensa! —-
Jndeß war sie zu inkonsequent, um ganz geliebt zu wer-den; meinen unsichtbaren Vater liebt' ich weit mehr, ich dacht',er sei Gott der Vater. Ich bildete mir einmal ein, er müssein Uorta 6eli*) wohnen; stundenlang ging ich um den Tod-tengarten des Klosters und blickte sehnsüchtig durch die Palmenüber die Rosen der Gräber. Ich hing an allem Lebendigenbis zum Schmerz; ein sterbender Kanarienvogel machte micheinmal krank und die Todtenmcssc, glaubt' ich, werde für ihngelesen. Auch an Gott und' Geistern hing ich trunken. ImFeuer, das ich im Dunkeln einmal aus dem Zucker schlug.
4 Eine sehr schöne Karthause bei Valencia.