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12 (1848) Titan : vierter Band
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blühten Tcrrassen-Phramidc, wo er einmal im Erwachen denthcnern Vater ohne Abschied hatte entfliehen sehen undblickte bewegt in den leeren weiten See hinab und an dieGipfel der Eisberge umher, welche schon im Wicdcrscheinc derhoch hcrabzichcndcn Aurora blühten und niemand war beiihm als die Vergangenheit. Er blickte auf sich und in seineBrust uud dachte: welche lange schwere Zeit ist seitdem durchdiese Brust gezogen! Eine ganze Welt ist darin zum Traumgeworden! Und das Herz schlägt noch frisch und fest darin!Aus einmal sah er im lichten Morgen-Rauche des Sees einFahrzeug rudern. Langsam, träge watet' cs, denn er sah csaus großer Ferne. Endlich glitt es, flog cs, das Segelblühte auf im Morgcnbrande uud die grünen Wellen wurdenein umspielendes Lauffeuer wie damals in Jschia um Linda'sSchiff.-

Linda war cs und die Schwester. Sie sahen hinauf undgrüßten winkend. Er rief in eiliger Wonne:Dian, Dian!"und lief die vielfachen Treppen hinab, ganz verwundert undentzückt über den ausgebreitetcn Glanz, weil er unter derfrohen Erscheinung den Aufgang der Sonne nicht gesehen,welche vor der Geliebten die schönen Flammen, die Morgcn-blumcn, gleichsam in den Weg des Wassers unterftreuetc.

Seid Jhr's wieder, Ihr Göttlichen? O sprecht, weintvor Freude, daß ich selig werde und Euch habe! Kommt Ihrdenn mit alter rechter Liebe wieder?" so sprach er fort inberedter Trunkenheit, aus dem langen träumenden Warten ge-schöpft. Linda sah mit heimlicher Engels-Lust, mit lieblichemWiederschein in die hoch spielenden Flammen seiner Liebe;und die Schwester genoß in süßer Regung die schöne Mildeauf beider Angesicht, welche an der Kraft so bezaubert wie