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Mondlicht an einem Gebirg'. Rcisebeschreibnngen wurden vonbeiden Seiten angefangen, aber keine geendigt; Tags- nndInsel-Ordnungen vorgclegt, aber keine gewählt. Juliennehielt ihm sein Wort nnd ihre Bedingung, daß er Abendsweiter ziehen muffe, ans Herz als eine kleine Kühlung gegendas Frcudenscucr darin; traurig sah er zur freundlichen HellenMorgensonne aus, als steige fie nicht höher, sondern schontiefer.
Sie gingen nun in schönem Irren durch die Insel,überall blühte neben der Gegenwart eine stille Vergangenheit,unter der Rose ein Vergißmeinnicht. Hier in dieser Grottevor den aufhüvscnden Wellen hatt' er einst mit seiner SchwesterSevcrina gespielt nnd auf diesem Eiland wurde ihm ihr Todverkündigt. „Aber Julie, du bist meine Sevcrina nnd mehr"sagt' er; „ich denke (sagte fie sanft), eben so viel." — Nichtweit von der Arkade hatt' er znm erstenmal in das Angesichtseines Vaters geschanct: „o wenn findest du aber deinen end-lich? Sprich darüber, gute Linda!" sagt' er. Sic erröthetcnnd sagte: „ich werd' ihn finden, wenn das Schicksal es zn-lässet." „Wenn aber ist das?" — „Ich weiß nichts," sagtesie zögernd sanft. Da rührte ihn Julienne winkend an undsagte in so vielem französischen Latein, als sie zusammentrcibenkonnte, aber in einem gleichgültigen Ton, als spreche sic vorsich selber hin: „non eain interrvAN ainpliun, nnin paterveniet (nt clieitnr) eile nuptiaruin*)." Er blickte sic ver-wundert an, sie nickte sehr oft. „Julie ist (sagte Lindalächelnd) wie die Weiber, so listig im Handeln als offen im
*) Frage sic nicht länger, denn ihr Vater soll, wie man sagt, anihrem Hochzcittagc kommen.