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12 (1848) Titan : vierter Band
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das Leben ist groß! - Heiter und fest glänzt in der Sonneoben die Stadt über dem Wasser-Krater dahin stolz schauetVcsta's zerrissener Tempel, mit Mandclblüte bekränzt, vonseinem Felsen ans die Strudel nieder, die an ihm grabenund ihm gegenüber spielet der strudelnde Anio alles auf ein-mal vor, was Himmel und Erde Großes hat, den Regenbogen,den ewigen Blitz und den Donner, Regen, Nebel und Erd-beben.

Sie gaben sich Zeichen zu gehen und das stillere Thalzu suchen. Wie klangen ihnen darin die Worte: Bruder,Schwester, Linda, wie neue Meuschcnlaute im Paradies! Hier,che sie den Hügel voll neuer Wasserstürze, Blitze und Farbenbestiegen, suchten sie sich ihre Reisen und ihre Nachrichten ein-ander zn erzählen. Julienne berichtete die srohe, ihr Brnder,der Fürst, gebe wieder Hoffnung der Genesung, seitdem er-wachend, wie er betheuerc, seinen todten Vater gesehen, der ihmlängeres Leben -versprochen. Die schöne Linda blühte imParadies wie eine verhüllte Göttin, die ihren Geliebten ausder Erde lange suchte und 'endlich gefunden hat. Sie nahmoft seine Hand und drückte sic wider ihre Augen und Lippenund lispelte kaum hörbar, wenn er mit ihr oder Julicnnensprach:Lieber! Freundlicher Mensch!" Ueber die Ge-gend schwieg sie; denn über jede sprach sie erst, wenn sie ausihr gekommen war.

Julienne, über die brüderliche Genesung so froh, fingallerlei Scherze an, sagte, daß sie bedauere, aus Neapel ihremLudwig ein vergebliches Spezifikum gegen sein Ucbel gesandtzu haben, und fragte endlich Albano:kennst du nicht einenJüngling Namens (mrcliw, er will dich kennen?" Ersagte nein, erzählte aber, ein kleiner stämmiger Mensch Hab'