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schwimmenden Insel blickend) bestehe mit deinem Berg; niereiße ein Unglück das schönste Blatt aus dem Buche derSeligen!" — „Wie wird es mit uns allen sehn (sagte Linda),wenn wir einmal wicderkommen und den schönen Boden wie-der suchen?" — Da erblickten sie einen hochgcwölbten Regen-bogen, der halb auf der Insel und halb auf den Wellen stand,die ihn wie einen gewölbten bunten Wasserstral auf das Uferauszuwcrscn schienen. „Wir werden (sagte Julienne entzückt)durch den Bogen des Friedens eingehcu." Bei diesem Worteverschwand der Regen und der Farbenkranz; und allein dieSonne glänzte hinter ihnen.
Durch den Fackeltanz der Wellen lief die Fahrt. DieFernen glänzten und dampften herrlich. „Warum ergreifendie Fernen so mächtig die Seele, obgleich aus denselben Far-ben wie die Nähe gemalt?" — sagte Albano. „Das ist ebendie Frage," sagte Dian. Gewaltig lag das Meer wie einUngeheuer an den Küsten über ihren ganzen Weg nach Romhin ausgcstreckt und hob die Schuppen von Wellen auf undnieder. Albano sagte: „Da ich auf dem Vesuv das Gebirg'ansah und das Meer: so dacht' ich daran, wie klein und falschtheilet der enge Mensch die zwei Kolossen der Erde in kleinebenannte Glieder entzwei und thut, als reiche nicht dasselbeMeer um die ganze Erde."
Seine Freundinnen konnten, zu innig und trübe bewegt,nichts antworten und vor den fremden Augen standen ihnenkeine Worte, kaum Blicke frei. Als Albano wieder dasSchlachtfeld der Zeit, die Ruinen-Küste näher sah, die denMann ewig fassen und heben — die alten Tempel und Ther-men, wie alte Schiffe auf dem Lande sterbend hier einenniedergedrückten Riesentempel, dort eine Stadtgasse unten aus
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