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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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dem Meeresboden*) .die heiligen Gedächtnißsäulen undLenchtthürmc voriger Größe leer und ciusgclöscht neben derewig jungen Schönheit der alten Natur: so vergaß er dieNachbarschaft seiner eignen Vergänglichkeit und sagte zu Linda,deren Auge er dahin gerichtet:vielleicht errath' ich, was Siejetzt denken, daß die Ruinen der zwei größten Zeiten, dergriechischen und römischen, uns nur an eine fremde Ver-gangenheit erinnern, indeß andere Ruinen uns nur gleich derMusik an die eigne mahnen, das dachten Sie vielleicht."Wir denken hier gar nichts (sagte Julienne), es ist genug,wenn wir weinen, daß wir fort müssen."Wahrlich, diePrinzessin hat Recht," sagte Linda und setzte wie nnmuthigüber Albano und alles dazu:und was ist das Leben weiterals eine gläserne Himmelspforte? Sie zeigt uns das Schönsteund jedes Glück, aber sie ist doch nicht offen."

Durch Zufälle fremder Umgebung waren sie gezwungen,sich mit kaltem Scheine zu verlassen und nach der Gewohnheitdes neckenden Schicksals eine große Vergangenheit mit einerkleinen Gegenwart zu beschließen.

Albano reifete, so schnell sein Sinn cs vermochte, überdie erhabne Welt um ihn her. Als er in Mola ankam, hört'er die seltsame Nachricht, daß man in Gaeta eine ganze lederneKleidung mit einer Maske weit im Meere schwimmend gesun-den, die des aufgefahrnen Mönchs seine gewesen scyn müsseund bei welcher man nichts so unbegreiflich gefunden als dieLeerheit ohne einen todten Leib. In Mola verduftete end-lich die schöne Ischias-Insel, die hohe Himmelsbnrg, und dersteigende Pol bedeckte unter andern südlichen Sternbildern auch

*) Bei Baja.