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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
121
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Stille eines versteinerten Stnrms, an der Ruhe desEises! Ich erschrak, weinte ungewöhnlich den Berg herabund in derselben Woche legt' ich das ökonomische Spielwerkbei Seite und rciscte fort.

Ich machte aber keine Wcttcrgcbete, sondern wohntedrunten ohne Klage in der Ncgcnschlucht eines dunkeln kaltenDascyns. Da brachte mich das Schicksal ans den Epomeound da wollten die Götter, daß cs sich änderte.

Aber nun muß cs so bleiben. Wenn ein seltenes Wesenzu einem seltenen Wesen gesagt hat: Du bist's! so sind sienur durch und für einander. Die Psyche mit der Lampe wirdes nicht suhlen, wenn die Lampe ihre Locken und ihre Handund Herz ergreift und verbrennt, während sie selig den schlum-mernden Amor anschauct; aber wenn der entschlüpfende heißeOeltropfe aus der Lampe den Gott berührt und er aufwachtund ihr zornig entfliegt auf ewig auf ewig. Ach du armePsyche! Was hilft dir der Tod im anfgelös'ten Eis-meer? -Hat denn noch kein Mann den Schmerz der

verlornen Liebe empfunden, damit er wisse, wie noch tausend-mal härter er eine Frau verheere? Welcher hat denn Treue,die rechte, die keine Tugend und keine Empfindung ist, son-dern das Feuer selber, das den Kern der Existenz ewig belebtund erhält?

Ich bin krank, Albano, sonst weiß ich nicht, wie ich zudiesen tristen Ideen komme. Ich bin so ruhig im Innersten;ich habe nur die Saiten, nicht die Stimmung gezeigt. Wirsollen nicht auf die Zukunft wirken und sehen, sondern aufdie nächste Gegenwart. Erschiene je die Zeit ich habeweder Reue noch Geduld je die Zeit, wo Du mich nichtmehr und recht liebtest: ach ich würde stiller, stärker, kürzer