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wohnest, meine Linda. Draußen war cs überall still, ich hörtegleichsam die Erde auf ihrer Bahn im Himmel donnern —die Schatten der Lindenbäume um mich schliefen fest aus demgrünen Rasen — Vesuvs Rauch stieg empor in die reine Luft— über das dampfende Meer hin glänzte wunderlich derMond, und mühsam sucht' und fand ich endlich den einsamenBerg Deiner Insel, hoch ins Blau gezogen, silbern blühendunter den Sternen um ihn her, eine schimmernde Tcmpcl-zinne für mein Herz. — „Dort wohnt und schlummert Sie„auf dem Thabor, eine Verklärte des Elysiums!" sagte ichmir. — Um mich war Asche der Jahrhunderte, Stille desSargs, und nur zuweilen ein Poltern, als werfe man aufjenen den Grabhügel — ich war weder im Land des Todesnoch der Unsterblichkeit — Die Länder wurden Wolken —Neapel und Porti« lagen verdeckt — das weite Himmelsblauumfing mich — ein hoher Nachtwind bog die Rauchsäule desVulkans nieder und führte sie wechselnd-beglänzt in langenWolken durch den reinen Aether fort. — Da sah ich nachJschia, und sah gen Himmel; o Linda, ich bin aufrichtig,hör' es, daß ich die fromme Liane, die Dich so unendlichliebte, bat, jetzt um Dich zu schweben und Dir das Glück zubereiten, das sie Dir sonst so gönnte. — — Auf einmalwurden die Donner des Berges ganz still, die Sterne blitztenHeller; da schauderte mich die Stille und das Leben und ichging in die Hütte zurück, aber lange noch weint' ich vorEntzückung über den bloßen Gedanken, daß Du glücklichwürdest.
Der Morgen ging auf; und mitten in seinem dunkelnWinter traten wir die Reise nach der Feuer-Schlucht undRauchpsorte an. Wie in einer abgebrannten dampfenden Stadt