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cin Jüngling für die Liebe blieb. „Bravo! (antwortete Dian.)Wer kann ohne Liebe in Italien auskommen? Unser einerwenigstens nicht. Hoffentlich ist Encre prächtige Inno gegenEuch nicht so stolz wie gegen andere Leute: dann mag's wolcin Götterlebcn geben."
In den Morgenlüften, von Sonne und Woge angcstralt,schwebt' er gleitend auf dem blauen Spiegel-Meer zwischenzwei Himmeln, und sein Auge war selig, wenn es nach demOlymp, Epomco, zurücksah, und war selig, wenn es wiederauf die hinauf- und hinabschimmerndcn Küsten, ans den langenansgclcgtcn Markt der Erde blickte.
Als sic unter den schwimmenden Pallästen, den Schiffen,vorbei an die stehenden kamen: trafen sie das Volk im Tau-mel eines Hciligcn-Fcstcs. Er vergrub gezwungen den blauenTag und das Meer in Tempeln — in Bildersälen — invierten Stockwerken, wo nach der Sitte einige Große wohn-ten, an welche er von seinem Vater Briefe abgab — undschöner in der unterirdischen finstern Gasse, die sich durch denblühenden Posilippo wölbt.
Nur die Aussicht, daß er in der ersten nächsten Einsam-keit mit dem entrückten Herzen reden werde, beruhigte seinenimmer aus der Gegenwart fliehenden Geist. Abends bestiegensie die schönste Höhe über Neapel, das Kamaldolcnscr Kloster,wo er unter den Freuden der Aussicht in grauer Ferne hinterdem Posilippo den hohen Epomco stehen sah. Er hielt sichnicht länger, sondern fing, an einer dichter umblühtcn Stelle,die er sich dazu aussnchte, diesen Brief an Linda an:
„Endlich, edle Seele, kann ich zu Dir reden und DeineInsel wieder schauen, wiewol nur als eine anfgerichtcte son-nenrothe Abendwolke am Horizont. Linda, Linda, o daß ich