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nur heimzukommen, gar warten, auf den Mond." Da fielder Bruder der zarten Schwester, welche ihm dadurch die län-gere Gegenwart und der Freundin das Wiedersehen durch diestärkere Beleuchtung zubereiten wollte, an das Herz und riefmit Thräncn aus: „O Schwester, wie viel hast du nicht fürmich gethan, eh' ich etwas thun oder dir danken konnte —Du reichst mir ja alles, jedes Glück, die höchste Seligkeit, owie bist du!"— „Der Mond ist da! (riefsie) nun reise glück-lich und scheide!"
Wie ein silberner Tag war der Mond auf die Gebirgeheraufgetrctcn und die verklärte Geliebte sah des Geliebtenblühendes Angesicht wieder. Er nahm ihre Hand und sagte:„lebe wohl, Linda!" -— sie sahen sich lange an, die Augenvoll Seelen und sie wurden sich fremder und höher — dadrückte er, ohne zu wissen wie, die erhabene Jungfrau, wieein seliger Geist eine Frühlingssonne, sich an das Herz —und er berührte das Heiligthum ihres Angesichts mit demseinigen und wie Morgenröthen zweier Welten schmolzen ihreLippen zusammen. Linda schloß die Angen und küßte zagendund nur ein einziges Leben und Glück rollte und glühte zwi-schen zwei Herzen und Lippen. Julienne umschlang leise dieUmarmung mit ihrer und begehrte kein anderes Glück. Dar-aus schieden alle, ohne wieder zu sprechen, oder sich umzu-sehen.
113. Z y k e l.
Albano flog mit der neuen Hastigkeit, die jetzt in seinenHandlungen regierte, schon unter dem kühlen Morgenstern vondem glücklichen Boden davon. Er sagte dem Baumeister Diansein ganzes Glück, weil er wußte, wie sehr der Mann noch