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12 (1848) Titan : vierter Band
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All, das leichte Schiff der Liebe. Der Umkreis der Weltwurde ein goldner geschwollncr Achrenkranz voll glühenderKüsten und Inseln Gondeln flogen singend ins Weite undhatten schon Fackeln für die Nacht bereit zuweilen zoghinter ihnen ein fliegender Fisch seinen Bogen in der Luft,und Dian sang ihnen ihre bekannten vorübcrgleitendcn Liedernach. Dort segelten stolz und langsam große Schiffe her,mit rothcm und blauem Hclmbusch gleich dem Himmel flat-ternd, und als Sieger dem Hafen zu. Ucbcrall war Le-bens-Most ausgegossen und arbeitete brausend So spielteeine göttliche Welt um den Menschen!O hier an diesergroßen Stelle (sagte Albano), wo alles Platz hat, die Para-diese und die schwarzen Orkus-Ufer aus Lava und dasweiche Meer und Vesuvs graues Gorgonenhaupt unddie spielenden Menschen und die Blüten und alles hier-um man glühen muß wie eine Lava dürfte man da nichtsich gleich der heißen Lava umher in die Wellen begraben inseiner Glut, wenn man wüßte, cs könne etwas vergehen vondieser Stunde, nur etwas vom Andenken daran, oder einPulsschlag für ein Herz? Wäre das nicht besser?"Vielleicht" sagte Linda. Julienne wurde durch die weicheFreude vor das ferne Krankenbette ihres Bruders gezogenund sagte lächelnd:kann man es nicht wie die schöne Sonnedrüben machen, und unter die Wellen gehen und doch wicdcr-kommen? - Schauet doch ihrem Untergange recht zu, nir-gends ist er aus der Erde so."

Die Sonne stand schon zu einem großen Goldschild ge-wachsen, vom Himmel gehalten, über den Ponzischen Inselnund vergoldete das Blau derselben die weiße Krone ausFelsen-Stacheln, Kapri, lag in Glut, und von Sorrento's