zen Lavaströmcn den Berg hinab, und in den Pappeln fingenNachtigallen schon ihre melodische Dämmerung an. Sie ka-men Albano's Hause nahe; Dian lief entzückt der Prinzessinentgegen. Albano bat ihn, ohne beide gefragt zu haben, eineBarke zu schaffen, damit man den Abend genieße. Geradezu gewaltsamen Anträgen der Freude sagen die Mädchen amliebsten das Ja. Dian war sogleich mit einer zur Hand; mitseiner Freude hing er schnell an jeder fremden.
Sic stiegen alle ein und fuhren unter die Sonnenblumen,die jeder Sonncnstral ans die Wellen-Beete immer dichterpflanzte. Albano vergaß — im jetzigen Feuer, gewohnt andie Sitten des warmen Landes, wo der Liebende vor derMutter spricht und sie von ihm mit der Tochter, wo die Liebekeinen Schleier trägt, nur der Haß und das Gesicht, und wodie Myrte in jedem Sinne die Einfassung der Felder ist —sich einen Augenblick vor Dian und nahm Linda's Hand;schnell entriß sie ihm sie, der Mädchen Sitte treu, die denArm verschenkt und den Finger und Fingerhut verweigert.Aber sie sah ihn sanft an, wenn sic abgeschlagen.
Sie kamen ans ihrer Fahrt von Osten nach Norden wie-der vor dem Felsen mit den Häusern und vor den Gaffen derUfer-Vorstadt vorüber. Alles war froh und freundlich —alles sang, was nicht schwatzte — die Dächer waren mit Web-stühlen seidner Bänder besetzt, und die Weberinnen sprachenund sangen zusammen von Dach zu Dach. Julienne konntekaum das Auge von diesem südlichen Vereine Massen. Siezogen weiter ins Meer, und die Sonne ging ihm näher zu.Die Wellen und die Lüfte spielten mit einander, jene wehend,diese wogend — Himmel und Meer wurden zu Einem Blaugewölbt und in ihrer Mitte schwebte, frei wie ein Geist iin