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bis Gacta's Küsten war den Welt-Mauern dämmerndes Goldangcflogen — die Erde rollte mit ihrer Axe wie mit einerSpielwelle nahe an der Sonne und schlug ans ihr Stralenund Töne — seitwärts lagerte sich versteckt der Riesen-Boteder Nacht aus das Meer, der unendliche Schatte des Epomeo.
Jetzt berührte die Sonne ihr Meer und ein goldncr Blitzzitterte durch den nassen Aether umher — und sie wiegte sichauf tausend feurigen Wellen-Flügeln — und sie zuckte undhing liebcsbrünstig, liebeglühend an dem Meere, und dasMeer sog brennend alle ihre Glut — Da warf cs, als sievergehen wollte, die Decke eines unendlichen Glanzes über dieerblassende Göttin — — Dann wurd' es still auf der Welt— eine bewegliche Abcndröthc nberfloß mit Rosen-Ocl alleWogen —> die heiligen Untergangs-Inseln standen verklärt —die fernsten Küsten traten heran und zeigten ihr Roth derEntzückung — auf allen Höhen hingen Rosenkränze — derEpomeo glühte bis zum Aether hinauf und auf dem ewigenWolkenbaum, der aus dem hohlen Vesuv aufwächsct, verglommim Gipfel der letzte dünne Glanz.
Sprachlos wandten sich die Menschen von dem Westennach dem User um. Die Schiffer fingen wieder an zu spre-chen. „Mache (bat Linda ihre Freundin leise), daß dein Bru-der sich immer nach Abend wendet." Sie erfüllte die Bitte,ohne deren Grund sogleich zu crrathcn. Immer sah Lindain sein schön beglänztes Angesicht. „Bitt' ihn wieder (sagtesie zum zweitenmal), cs dämmert zu sehr und meine krankenAugen sehen ohne Licht so übel." Es geschah nicht; dennsie stiegen sogleich ans Ufer. Die Erde zitterte ihnen, da siesie betraten, als ein Sangboden der seligen Stunde nach.Albano war in sprachloser Rührung aus das geliebte Ange-