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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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ein wunderliches Morgcnlicht auf die hölzerne Stnben-decke waren Figuren aus dem Herkulanum gemalt in einerkampanischen Vase standen gelbe Schmettcrlingsblumcn undMyrtcnblütcn und zogen einen süßen Dustkrcis um sich her.Die sonderbare Umgebung umschloß ihn immer enger, da ergar einige Bilder und Gcräthe fand, die ihm bekannt ver-kamen. Endlich erblickte er bestürzt ans dem Tische einenhalben Ring. Er nahm seinen halben hervor, den er imgotbischen Zimmer in jener Geistcrnacht von der angeblichenSchwester bekommen und den er für den Zufall der Ver-gleichung immer bei sich trug. Er drückte die Halbzirkel ineinander Plötzlich schlossen sie einfasscnd sich zu einem festenRinge zuGott! dacht'er, was greift wieder ins Leben!Da wurde hastig die Thür geöffnet und die PrinzessinJulienne eilte lächelnd und weinend herein und rief, ihm zu-sliegend:o mein Bruder! Mein Bruder!"Julienne,(sagt' er ernst und innig) bist du endlich meine Schwesterwirklich?"O lange genug ist sic es," versetzte sic undsah ihn zärtlich und selig an und lächelte ins Weinen. Dannumarmte sie ihn wieder, und sah ihn wieder an und sagte:Du schöner Albano-Bruder! So lange bin ich wie einMond um dich herumgezogcn und mußte kalter und weiterbleiben wie er; nun will ich dich auch ausnehmend liebhaben,so recht znrückliebcn und vorwärts dazu!"Allmächtiger,(brach Albano weinend aus, da er sich so Plötzlich von einemgebenden Arm aus der Wolke umschlungen fand) das allesgibst Du mir auf einmal jetzt?"Ach, (ries Juliennelebhaft) weint' ich nur auch vor lauter Freude! Aber ich essemein bitteres Stück Schmerz mit dazu! Lieber Bruder, Luigischreibt mir gestern aus Pestitz, ich sollte zurückeilcn, sonst